Quotation Lesk, Susanne. 2014. Implizite Sprachenpolitik in Organisationen aus personalwirtschaftlicher Perspektive: Ein Beitrag zur systematischen Gestaltung von sprachlichen Fördermaßnahmen (am Beispiel von Zertifizierungen in mehrsprachigen Regionen Frankreichs und der Schweiz). 9. Kongress des Frankoromanistenverbands „Schnittstellen/Interfaces“ Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Münster, Deutschland, 24.09.-27.09.


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Abstract

Der jüngste linguistic turn in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften weist auf die Schnittstelle zwischen Organisations- und Managementforschung einerseits und Linguistik andererseits hin. Dem Trend folgend, sind ein wachsendes Interesse an sprach-sensitiven Studien mit Organisationsbezug und zahlreiche Publikationen in anerkannten Management-Zeitschriften zu verzeichnen. Zunehmend geraten dabei Arbeitssituationen ins Visier der Forscher/innen, die die Hierarchisierung von Sprachen und deren diglossischen Gebrauch ansprechen. Implizite Sprachenpolitik wird hier gemäß der traditionellen Unterscheidung aus der Soziolinguistik von expliziter abgegrenzt. Letztere bezieht sich auf Maßnahmen, die sich direkt auf die Sprache(n), Sprechergruppen und ihre sprachliche Praxis auswirken (im Unternehmenskontext z.B. entsprechende Aussagen in einem Unternehmensleitbild, die Wahl einer gemeinsamen corporate language), während erstere Handlungsfelder wählt, die zunächst nicht den Gebrauch von verschiedenen Sprachen regeln will, sondern andere Zielsetzungen verfolgt (z.B. Rekrutierungs- und Karriereentscheidungen). Bei Untersuchungen in multilingualen Arbeitskontexten haben Managementforscher/innen den Stellenwert von impliziter Sprachenpolitik relativ rasch erkannt, da sich sprachenpolitische Entscheidungen mit primär impliziter Wirkung häufig in ihrer Ausgestaltung am Einsatz von Instrumenten des Personalmanagements festmachen lassen. Vor diesem Hintergrund will der vorliegende Beitrag die Wichtigkeit einer systematischen Einbeziehung sämtlicher personalwirtschaftlicher Teilfunktionen für die Formulierung einer kohärenten multilingualen organisationalen Sprachenpolitik aufzeigen. Die Studie geht demnach der Frage nach, wie aus personalwirtschaftlicher Perspektive eine systematische Sprachenpolitik in Organisationen aussehen müsste, die Mehrsprachigkeit fördert.

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Status of publication Published
Affiliation WU
Type of publication Paper presented at an academic conference or symposium
Language German
Title Implizite Sprachenpolitik in Organisationen aus personalwirtschaftlicher Perspektive: Ein Beitrag zur systematischen Gestaltung von sprachlichen Fördermaßnahmen (am Beispiel von Zertifizierungen in mehrsprachigen Regionen Frankreichs und der Schweiz)
Event 9. Kongress des Frankoromanistenverbands „Schnittstellen/Interfaces“ Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Year 2014
Date 24.09.-27.09.
Country Germany
Location Münster
URL http://www.uni-muenster.de/Romanistik/Aktuelles/Frankoromanistenkongress/kongress.html

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Lesk, Susanne (Details)
Organization
Institute for Romance Languages IN (Details)
Human Resource Management IN (Details)
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