Later fertility in Europe: How far can fertility be postponed without being forgone?


Type Research Project

Funding Bodies
  • Austrian Science Fund

Duration Jan. 1, 2019 - Dec. 31, 2021

Tags

Press 'enter' for creating the tag
  • late fertility
  • childbearing
  • postponement
  • childlessness
  • family size
  • motherhood
  • fatherhood
  • parenthood
  • Europe
  • low fertility
 

Abstract (German)

Das Projekt, das an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) angesiedelt ist, befasst sich mit zwei grundlegenden Fragen. Erstens wird untersucht, wie die zunehmende Zahl von HochschulabsolventInnen und die sich wandelnden Partnerschaftsdynamiken (vor allem das späte Eingehen von Partnerschaften und häufigere Trennungen) zum steigenden Fertilitätsalter sowie zu Kinderlosigkeit und somit zur Veränderung des Fertilitätsniveaus beigetragen haben. Zweitens werden die Auswirkungen aufgeschobener Elternschaft auf die Fertilität von Männern und Frauen am Ende ihrer fruchtbaren Phase untersucht, gegenwärtig und zukünftig.
Zunächst wird auf der Mikroebene erforscht, wer die Fertilität aufgeschoben hat. Danach werden individuelle Mechanismen, die häufig zum Aufschub der eigenen Fertilität führen (das Streben nach höherer Bildung und der Wandel der Partnerschaftsdynamik), mit den Fruchtbarkeitsindikatoren verknüpft. Dies wird sowohl für Kohorten mit abgeschlossener Fertilität, als auch für Kohorten, die noch im gebärfähigen Alter sind, durchgeführt. In einem weiteren Schritt werden die im Hinblick auf die spätere Fruchtbarkeit identifizierten Trends untersucht. In diesem Zusammenhang ist besonders interessant, wie viele Menschen aufgrund biologischer und sozialer Grenzen, nämlich ihrem Geschlecht und ihrem Ausbildungsniveau Einschränkungen im Hinblick auf ihre Fertilität hinnehmen müssen. Diese Forschungsergebnisse können einerseits dazu genutzt werden, um die Konsequenzen eines weitergehenden Aufschubs von Geburten im Hinblick auf die zukünftige Familiengröße zu erörtern, und andererseits um zu diskutieren, ob der Rückgriff auf Reproduktionstechnologien oder die veränderte Wahrnehmung der späteren Fertilität, die Wahrscheinlichkeit erhöht auch noch später im Leben Kinder zu bekommen.


Abstract (English)

In times when fertility is undergoing unprecedented changes through the medicalisation of conception, the question of “how late can you wait” is more salient than ever. In Europe, age at family formation is increasing and childlessness is on the rise, particularly among highly educated women. We aim to study the shift to later fertility for men and women with different levels of education, and its implications for family size. Our comparative study will cover selected European countries, with a special focus on Austria and France, two countries with contrasting fertility levels and representing different welfare systems.
We first take an individual-level perspective in order to understand who postpones childbearing, and to analyse whether women and men having a first child or a union at later reproductive ages “accelerate” the birth of their (next) child compared with those experiencing this event at younger ages. Next, we use microsimulation to estimate the impact of key individual mechanisms of delayed childbearing on aggregate fertility levels. Particularly, we consider different scenarios to infer a range of possible fertility responses to changes in partnership dynamics and educational attainment, and to take into account the increasing relevance of assisted reproduction technologies in the cohorts still of childbearing age. We complement this analysis by studying the aggregate cohort trends towards later fertility, and estimating how many people trying for children later in life might be constrained by biological and normative limits to childbearing. Building up on our findings, we will discuss the consequences of continued delay in childbearing on future fertility and family size.

Publications

Classification